Systems Modeling Language (SysML)
Im September 2001 wurde von der Object Management Group (OMG) in Zusammenarbeit mit dem International Council on Systems Engineering (INCOSE) die Systems Engineering Domain Special Interest Group (SE DSIG) ins Leben gerufen, um eine standardisierte Erweiterung der UML als Modellierungssprache zur Spezifikation, Design und Verifikation von komplexen Systemen zu entwickeln.
Die OMG hat im März 2003 ein Request for Proposal (RFP) veröffentlicht, dass die Anforderungen an die Modellierungssprache vorgibt und zu Lösungsvorschlägen aufruft. Im Mai 2003 hat sich die Arbeitsgruppe SysML-Partners gebildet, um auf das RFP zu antworten. Die Sprache heißt Systems Modeling Language (SysML). In der Arbeitsgruppe sind neben Toolherstellern wie IBM, Telelogic und I-Logix beispielsweise auch andere Vertreter wie Motorola, NASA, EADS oder oose GmbH aktiv. SysML basiert auf der UML 2.1. Die wichtigsten Erweiterungen sind:
- Strukturdiagramme für Systeme
- Anforderungsdiagramm (Modellierung funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen)
- Zusicherungsdiagramm (Modellierung parametrischer Beziehungen zwischen Modellelementen)
- Unterstützung des Datenaustauschformats ISO AP-233
- Modellierung kontinuierlicher Abläufe
- Kompatibel zu Enhanced Functional Flow Block Diagrams (EFFBD)
Einen guten Überblick über SysML-Modellierungswerkzeuge finden Sie bei der Firma oose GmbH SysML-Toolliste.