Glossar
Das Glossar enthält neben SysML- und UML-Vokabeln auch Begriffe aus dem SYSMOD-Vorgehen und der Systems-Engineering-Disziplin. Der Ursprung des Begriffs ist jeweils gekennzeichnet: [SysML], [UML], [SYSMOD] und [Sonstiges]. Die Begriffe der UML gehören naturlich auch zur Sprache SysML.
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A
bgeleitete Assoziation/Attribut (engl. derived association/attribute) [UML]
Eine abgeleitete Assoziation oder ein abgeleitetes Attribut kann aus anderen Modellelementen hergeleitet werden. Nicht zu verwechseln mit Generalisierung.
Abhängigkeitsbeziehung (engl. dependency) [UML]
Die Abhängigkeit ist eine Beziehung zwischen zwei Elementen, die beschreibt, dass ein Element ein anderes Element für seine Spezifikation oder Implementierung benötigt.
Ablaufendknoten (engl. flow final node) [UML]
Der Ablaufendknoten beendet den Ablauf in einer Aktivität, der an diesem Knoten eintrifft.
Ableitungsbeziehung (engl. derive requirement) [UML]
Die Ableitungsbeziehung beschreibt, dass eine Anforderung von einer anderen abgeleitet worden ist.
Abschlusstransition (engl. completion transition) [UML]
Die Abschlusstransition ist eine Transition ohne Auslöser und wird aktiviert, sobald der Quellzustand beendet worden ist.
Abstraktion (engl. abstraction) [Sonstiges]
Das Ergebnis einer Abbildung, die bestimmte Aspekte betont und andere weglässt.
Abstraktionsbeziehung (engl. abstraction dependency) [UML]
Die Abstraktionsbeziehung ist eine Abbildung zwischen Modellelementen auf verschiedenen Abstraktionsebenen.
Aggregation (engl. aggregation) [UML]
Die Aggregation kennzeichnet eine Klasse als Aggregat und beschreibt eine Ganzes-Teil-Hierarchie. Im Gegensatz zur Komposition ist das Aggregat nicht fur seine Teile verantwortlich.
Akteur (engl. actor) [UML]
Der Akteur ist eine Rolle, die mit dem System interagiert. Die Rolle kann sowohl von einer Person als auch von einem Fremdsystem eingenommen werden. Der Akteur steht außerhalb des Systems.
Aktion (engl. action) [UML]
Die Aktion ist ein elementarer, ausfuhrbarer Schritt in einer Aktivität.
Aktivität (engl. activity) [UML]
Die Aktivität beschreibt Abläufe bestehend aus elementaren Aktionen. Ein Ablauf kann parallelisiert und synchronisiert sowie auf Basis von Bedingungen geteilt und wieder zusammengefuhrt werden.
Aktivitätsdiagramm (engl. activity diagram) [UML]
Das Aktivitätsdiagramm zeigt Verhalten in Form eines Kontroll- und Objektflussmodells. Es ist die Visualisierung einer Aktivität.
Aktivitätsendknoten (engl. activity final node) [UML]
Der Aktivitätsendknoten beendet die gesamte Aktivität, sobald ein einzelner Ablauf am Knoten eintrifft.
Aktivitätskante (engl. activity edge) [UML]
Die Aktivitätskante ist eine gerichtete Beziehung zwischen zwei Knoten einer Es wird zwischen Objektfluss- und Kontrollflusskanten unterschieden. Synonym: Kante.
Aktivitätsknoten (engl. activity node) [UML]
Der Aktivitätsknoten ist der Oberbegriff für Aktionen, Kontrollknoten und Objektknoten in einer Aktivität. Synonym: Knoten
Aktivitätsparameter (engl. activity parameter node) [UML]
Der Aktivitätsparameter ist ein spezieller Objektknoten, der die Ein- und Ausgabeparameter einer Aktivität aufnimmt.
Aktivitätspartition (engl. activity partition) [UML]
Die Aktivitätspartition partitioniert die Knoten und Kanten einer Aktivität aufgrund definierter Gemeinsamkeiten. Synonym: Partition, Swimlane.
Aktuator(engl. actuator) [SYSMOD]
Der Aktuator ist ein spezielles Fremdsystem, das dem betrachteten System dient, um seine Umgebung zu beeinflussen.
Änderungsereignis (engl. change event) [UML]
Ereignis.
Anforderung (engl. requirement) [SysML]
Die Anforderung beschreibt eine oder mehrere Eigenschaften oder Verhaltensweisen eines Systems, die stets erfullt sein mussen.
Anforderungsdiagramm (engl. requirements diagram) [SysML]
Das Anforderungsdiagramm zeigt Anforderungen und ihre Beziehungen.
Anwendungsfall (engl. use case) [UML]
Ein Anwendungsfall beschreibt eine Menge von Aktionen eines Systems, die zu einem beobachtbaren Ergebnis führen, welches typischerweise fur die Akteure oder Stakeholder einen Wert hat.
Anwendungsfalldiagramm (engl. use case diagram) [UML]
Das Anwendungsfalldiagramm zeigt Akteure und Anwendungsfälle sowie ihre Beziehungen untereinander.
Assoziation (engl. association) [UML]
Die Assoziation ist eine Strukturbeziehung zwischen Klassen.
Assoziationsbaustein (engl. association block) [SysML]
Der Assoziationsbaustein beschreibt die strukturellen Eigenschaften einer Assoziation.
Assoziationsende-Eigenschaft (engl. participant property) [SysML]
Die Assoziationsende-Eigenschaft beschreibt das Ende einer Assoziation in der internen Struktur eines Assoziationsblocks.
Assoziationsklasse (engl. association class) [UML]
Die Assoziationsklasse vereint die Eigenschaften einer Assoziation und einer Klasse.
Asynchrone Nachricht (engl. asynchronous message) [UML]
Der Sender der Nachricht wartet nicht auf das Ende der Bearbeitung der Nachricht durch den Empfänger, sondern setzt seinen Ablauf unmittelbar nach dem Senden fort.
Atomarer Objektflussport (engl. atomic flow port) [SysML]
Ein atomarer Objektflussport ist ein Objektflussport, dessen Typ keine Objektflussspezifikation, sondern ein Systembaustein oder Datentyp ist.
Attribut (engl. attribute) [UML]
Das Attribut definiert eine Struktureigenschaft der Klasse. Die Beschreibung besteht aus Sichtbarkeit, Name, Typ und einer Multiplizität.
Aufrufereignis (engl. call event) [UML]
Ereignis.
Aufzählungstyp (engl. enumeration) [UML]
Der Aufzählungstyp ist ein spezieller Datentyp, dessen Wertebereich aus einer begrenzten Menge von definierten Literalen besteht.
Ausführungsfokus (engl. execution specification) [UML]
Der Ausführungsfokus beschreibt, dass das von der Lebenslinie repräsentierte Objekt an dieser Stelle ein Verhalten ausfuhrt.
Ausgabepin (engl. output pin) [UML]
Pin.
Ausgangspunkt (engl. exit point) [UML]
Der Ausgangspunkt beendet einen Zustandsautomaten. Erreicht eine Transition in einer beliebigen Region des Zustandsautomaten einen Ausgangspunkt, wird der Zustandsautomat beendet und die vom Ausgangspunkt ausgehende Transition aktiviert.
Auslöser (engl. trigger) [UML]
Der Auslöser verbindet genau ein Ereignis mit einem Verhalten.
Austrittsverhalten (engl. exit behavior) [UML]
Das Austrittsverhalten ist ein optionales Verhalten, das unmittelbar vor dem Verlassen eines Zustands ausgeführt wird.
B
Baustein (engl. block) [SysML]
Synonym: Block, Systembaustein.
Begründung (engl. rationale) [SysML]
Die Begründung dokumentiert die Prinzipien oder Gründe fur eineModellierungsentscheidung.
Benutzbarkeitsanforderung (engl. usability requirement) [SYSMOD]
Die Benutzbarkeitsanforderung fordert eine Eigenschaft zur Bedienung des Systems durch einen Benutzer.
Benutzer (engl. user) [SYSMOD]
Der Benutzer ist ein Mensch, der direkt mit dem System interagiert.
Benutzerschnittstelle (engl. user interface) [SYSMOD]
Die Benutzerschnittstelle ist eine Schnittstelle, deren Operationen die Kommunikation des Systems mit einem Benutzer beschreibt.
Benutzersystem (engl. user system) [SYSMOD]
Das Benutzersystem ist ein spezielles Fremdsystem, das einem Benutzer als Medium dient, um mit dem System zu interagieren.
Bindungskonnektor (engl. binding connector) [SysML]
Der Bindungskonnektor ist ein spezieller Konnektor, der zusichert, dass die Werte der Eigenschaften an den beiden Enden gleich sind.
Block(engl. block) [SysML]
Synonym: Baustein, Systembaustein.
Blockdefinitionsdiagramm (engl. block definition diagram) [SysML]
Das Blockdefinitionsdiagramm zeigt die Definition von Systembausteinen und ihre Beziehungen wie beispielsweise die Komposition.
C
CallBehaviorAction [UML]
Die CallBehaviorAction ist eine elementare Aktion, die ein Verhaltenselement wie z. B. eine Aktivität direkt aufruft.
CallOperationAction [UML]
Die CallOperationAction ist eine elementare Aktion, die eine Operation aufruft.
D
Datentyp (engl. datatype) [UML]
Der Datentyp ist ein Typ, dessen Objekte nur anhand ihrer Werte identifiziert werden können.
Diagrammrahmen (engl. diagram frame) [UML]
Der Diagrammrahmen ist ein Rechteck um ein SysML- oder UML-Diagramm mit einem Diagramkopf in der linken oberen Ecke, der u. a. die Art und den Namen des Diagramms beschreibt.
Dimension (engl. dimension) [SysML]
Die Dimension beschreibt die Quantität einer Einheit.
Dokumentenbaustein (engl. document) [SYSMOD]
Der Dokumentenbaustein repräsentiert ein Dokument und die darin enthaltenden Eigenschaften im Modell.
E
Eigenschaft (engl. property) [UML]
Die Eigenschaft beschreibt einen Teil der Struktur eines Strukturelements beispielsweise ein Attribut einer Klasse.
Eigenschaftswort (engl. property string) [UML]
Das Eigenschaftswort zeigt im Diagramm eine bestimmte Eigenschaft des zugehörigen Modellelements beispielsweise readonly
Eingabepin (engl. input pin) [UML]
Pin.
Eingangspunkt (engl. entry point) [UML]
Der Eingangspunkt beschreibt einen besonderen Einstieg in einen Zustandsautomaten. Vom Eingangspunkt aus führt eine Transition¨zu einem Zustand – bei orthogonalen Regionen zu jeweils einem Zustand in jeder Region – des Zustandsautomaten.
Einheit (engl. unit) [SysML]
Die Einheit beschreibt die Struktur einer physikalischen Einheit. Beispiele: Kilogramm, Meter.
Eintrittsverhalten (engl. entry behavior) [UML]
Das Eintrittsverhalten ist ein optionales Verhalten, das unmittelbar nach dem Eintritt in den Zustand ausgeführt wird.
Endzustand (engl. final state) [UML]
Der Endzustand ist ein Zustand, der das Ende eines zusammengesetzten Zustands bzw. eines Zustandsautomaten beschreibt.
Enhanced Functional Flow Block Diagram (EFFBD) [Sonstiges]
Das Diagramm basiert auf dem in den 50er Jahren von TRW entwickelten Functional Flow Block Diagram (FFBD), das komplexe Abläufe auf einfache Art und Weise darstellt. Die EFFBD ergänzen zum Ablauf die Datenflussinformation.
Enthältbeziehung [Anwendungsfall] (engl. include relationship) [UML]
Die Enthältbeziehung beschreibt, dass ein Anwendungsfall in einem anderen Anwendungsfall enthalten ist.
Enthältbeziehung [Namensraum] (engl. namespace containment) [UML]
Die Enthältbeziehung beschreibt, dass ein Namensraum in einem anderen Namensraum enthalten ist.
Entscheidung [Aktivität] (engl. decision node) [UML]
Die Entscheidung ist ein Knoten in einer Aktivität, an dem der Ablauf in mehrere optionale Abläufe verzweigt. Es gibt genau eine eingehende Kante und beliebig viele ausgehende Kanten, die jeweils mit einer Bedingung versehen sind.
Entscheidung [Zustandsautomat] (engl. choice pseudo state) [UML]
Die Entscheidung ist ein Pseudozustand, der bei Erreichen Bedingungen auswertet, um die weiterführende Transition auszuwählen.
Ereignis (engl. event) [UML]
Ein Ereignis ist eine zeitlich und ortlich messbare Erscheinung, die Verhalten an einem Objekt auslösen kann. UML unterscheidet Aufruf-, Änderungs-, Signal- und Zeitereignisse.
Erfüllungsbeziehung (engl. satisfy) [SysML]
Die Erfüllungsbeziehung beschreibt, dass ein Designelement eine Anforderung erfüllt.
Erweiterte Anforderung (engl. extended requirement) [SYSMOD]
Die erweiterte Anforderung ergänzt die Anforderung um die Eigenschaften Priorität, Verbindlichkeit, Stabilität, Art und Risiken.
Erweiterungsbeziehung (engl. extension) [UML]
Die Erweiterungsbeziehung erweitert ein UML-Modellelement um weitere Eigenschaften, die als Stereotyp definiert sind.
Essenzielle Anforderung (engl. essential requirement) [SYSMOD]
Die essenzielle Anforderung beschreibt die rein fachliche Intention und ist unabhängig von einer technischen Umsetzung (Lösung).
Essenzielle Anwendungsfallbeschreibung (engl. essential use case description) [SYSMOD]
Die essenzielle Anwendungsfallbeschreibung enthält die Schritte des Standardablaufs des Anwendungsfalls. Sie beschreibt die rein fachliche Intention und ist unabhängig von einer technischen Umsetzung (Lösung).
Essenzielle Aktivität (engl. essential activity) [SYSMOD]
Die essenzielle Aktivität bezeichnet Aktivitäten, die einen Schritt einer essenziellen Anwendungsfallbeschreibung detaillieren.
Exemplar (engl. object) [UML]
Synonym: Instanz, Objekt.
F
Fachabteilung (engl. domain experts) [Sonstiges]
Die Fachabteilung besteht aus den Fachexperten, die die fachlichen Anforderungen des Systems liefern.
Fachlicher Systembaustein (engl. domain block) [SYSMOD]
Der fachliche Systembaustein repräsentiert einen Gegenstand, ein Konzept, einen Ort oder eine Person aus der realen Fachlichkeit. Ein fachlicher Systembaustein ist dem System direkt bekannt.
Fachwissenmodell (engl. domain model) [SYSMOD]
Das Fachwissenmodell beschreibt die fachlichen Systembausteine des Systems und ihre Beziehungen.
Flusseigenschaft (engl. streaming) [UML]
Die Flusseigenschaft beschreibt, dass Aktivitäten oder Aktionen im laufenden Betrieb neue Werte aufnehmen bzw. abgeben können.
Fremdsystem (engl. external system) [SYSMOD]
Das Fremdsystem ist ein System, das direkt mit dem zu modellierenden System interagiert. In der Rolle eines Interaktionspartners wird das Fremdsystem nur als Blackbox betrachtet.
Frequenz (engl. frequency) [SysML]
Synonym: Rate.
Funktionale Anforderung (engl. functional requirement) [SYSMOD]
Die funktionale Anforderung fordert eine Funktion – also ein Verhalten – des Systems.
G
Generalisierung (engl. generalization) [UML]
Die Generalisierung ist eine taxonomische Beziehung von einem speziellen zu einem allgemeinen Element. Synonym: Spezialisierung, Vererbung.
Geschäftsanforderung (engl. business requirement) [SYSMOD]
Die Geschäftsanforderung ist eine spezielle Rahmenbedingung, die eine Bedingung aus dem geschäftlichen Umfeld des Systems stellt.
Gewichtete Erfüllungsbeziehung (engl. weighted satisfy) [SYSMOD]
Die gewichtete Erfüllungsbeziehung ergänzt die Erfüllungsbeziehung um die Angabe des Abdeckungsgrads.
Gewichtete Prüfbeziehung (engl. weighted verify) [SYSMOD]
Die gewichtete Prüfbeziehung ergänzt die Prüfbeziehung um die Angabe des Abdeckungsgrads.
Glossar (engl. glossary) [SYSMOD]
Das Glossar erläutert alle fachlichen Begriffe des Projekts in einem lexikonartigen Stil.
H
Historisierung (engl. history pseudo state) [UML]
Die Historisierung ist ein Pseudozustand, der die letzte Zustandskonfiguration der Region speichert, in der er enthalten ist. Es wird zwischen tiefer Historisierung (engl. deep history) – einschließlich Unterzustände – und flacher Historisierung (engl. shallow history) – ohne Unterzustände – unterschieden.
I
Information (engl. information item) [UML]
Die Information ist ein abstraktes Konzept der UML, um auf grober Ebene das Vorhandensein und das Übermitteln von Informationen zu modellieren.
Informationsfluss (engl. information flow) [UML]
Der Informationsfluss ist eine gerichtete Beziehung zwischen Akteuren, Anwendungsfällen, Klassen, Ports, Rollen, Schnittstellen, Paketen oder Objekten. Die Beziehung druckt aus, dass zwischen diesen Elementen Informationen ausgetauscht werden.
Informationsobjektfluss (engl. item flow) [SysML]
Der Informationsobjektfluss ist ein spezieller Informationsfluss, der im internen Blockdiagramm an einem Konnektor beschreibt, dass Objekte transportiert werden.
Instanz (engl. instance) [UML]
Synonym: Exemplar, Instanzspezifikation, Objekt.
Instanzspezifikation (engl. instance) [UML]
Die Instanzspezifikation beschreibt eine konkret vorhandene Einheit, die nach dem Bauplan einer Typbeschreibung (z.B. Klasse) erstellt worden ist. Synonym: Exemplar, Instanz, Objekt.
Interaktion (engl. interaction) [UML]
Die Interaktion beschreibt eine Kommunikation zwischen Lebenslinien. Die Kommunikation basiert auf dem Austausch von Nachrichten in Form von Operationsaufrufen (Operation) oder Signalen.
Interaktionsdiagramm (engl. interaction diagram) [UML]
Das Interaktionsdiagramm zeigt die Kommunikation zwischen ausgewählten Interaktionspartnern in einer begrenzten Situation.
Interaktionsfragment (engl. interaction fragment) [UML]
Das Interaktionsfragment ist ein Teil einer Interaktion.
Interaktionsoperator (engl. interaction operator) [UML]
Der Interaktionsoperator ist Operator eines kombinierten Fragments. Die UML definiert die Operatoren alt, opt, break, loop, seq, strict, par, critical, neg, assert, consider und ignore.
Interaktionsreferenz (engl. interaction use) [UML]
Die Interaktionsreferenz ist ein Verweis auf eine Interaktion. Das Modell ist so gestaltet, dass der Verweis durch die referenzierte Interaktion substituiert werden könnte.
Internes Blockdiagramm (engl. internal block diagram) [SysML]
Das interne Blockdiagramm ist ein spezielles Kompositionsstrukturdiagramm, das den Aufbau eines Systembausteins beschreibt.
K
Kante (engl. activity edge) [UML]
Synonym: Aktivitätskante.
Kernanforderung (engl. core requirement) [SYSMOD]
Die Kernanforderung bezieht sich auf das gesamte System und ist unabhängig von den Besonderheiten der Systemvarianten.
Kernanwendungsfall (engl. primary use case) [SYSMOD]
Der Kernanwendungsfall ist ein Anwendungsfall, der eine zentrale Dienstleistung des Systems beschreibt.
Klasse (engl. class) [UML]
Die Klasse beschreibt Struktur und Verhalten von Objekten, die dieselben Merkmale und Semantik besitzen. Die Struktur wird mit Attributen, das Verhalten mit Operationen beschrieben.
Klassendiagramm (engl. class diagram) [UML]
Das Klassendiagramm zeigt Klassen und ihre Beziehungen untereinander. Das Diagramm gibt es nur in UML. SysML verwendet eine abgewandelte Form namens Blockdefinitionsdiagramm.
Knoten (engl. activity node) [UML]
Synonym: Aktivitätsknoten.
Kombiniertes Fragment (engl. combined fragment) [UML]
Das kombinierte Fragment beschreibt einen Ausdruck bestehend aus einem Interaktionsoperator und Interaktionsfragmenten als Operanden.
Kommentar (engl. comment) [UML]
Der Kommentar ist eine textuelle Anmerkung, die an ein beliebiges Element geheftet werden kann. Synonym: Notiz.
Kommunikationspfad (engl. communication path) [UML]
Der Kommunikationspfad ist eine Assoziationzwischen Akteurund Anwendungsfall bzw. zwischen Akteur und System. Der Name wird synonym im Verteilungsdiagramm für eine Beziehung verwendet.
Komplexität (engl. complexity) [Sonstiges]
Die Komplexität bezieht sich auf die Anzahl und Art der Beziehungen zwischen Elementen in einem System.
Kompliziertheit (engl. intricacy) [Sonstiges]
Die Kompliziertheit bezieht sich auf die Anzahl der unterschiedlichen Elemente in einem System.
Komposition (engl. composition) [UML]
Die Komposition kennzeichnet eine Klasse als Verbund und beschreibt eine Ganzes-Teil-Hierarchie. Der Verbund ist existenziell verantwortlich für seine Teile.
Kompositionsstrukturdiagramm (engl. composite structure diagram) [UML]
Das Kompositionsstrukturdiagramm beschreibt den internen Aufbau einer Klasse bestehend aus Rollen und Konnektoren. Das Diagramm gibt es nur in UML. SysML verwendet eine abgewandelte Form namens internes Blockdiagramm.
Konformitätsbeziehung (engl. conform) [SysML]
Die Konformitätsbeziehung verbindet eine Modellsicht mit dem Standpunkt, dessen Anforderungen sie erfüllt.
Konnektor (engl. connector) [UML]
Der Konnektor spezifiziert eine Beziehung zwischen zwei Rollen, die es ihnen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren.
Kontextobjekt (engl. context object) [UML]
Das Kontextobjekt ist ein relativer Begriff bezogen auf ein Verhalten und das Objekt, in dem das Verhalten ausgeführt wird.
Kontinuierlicher Anwendungsfall (engl. continuous use case) [SYSMOD]
Der kontinuierliche Anwendungsfall ist ein spezieller Anwendungsfall, der in einem definierten Systemzustand startet und kontinuierlich Ergebnisse liefert. Ein Endergebnis ist nicht erforderlich.
Kontrollflusskante (engl. control flow) [UML]
Die Kontrollflusskante ist eine Aktivitätskante, über die nur Kontrolltokentraversieren.
Kontrollknoten (engl. control node) [UML]
Der Kontrollknoten ist ein Knoten in einer Aktivität, der den Ablauf der Kontroll- bzw. Objekttokensteuert.
Kontrolloperator (engl. control operator) [SysML]
Der Kontrolloperator spezifiziert ein Verhalten, das über Kontrollwertenachfolgende Aktionensteuern kann.
Kontrollpin (engl. control pin) [UML]
Der Kontrollpin beschreibt ein Pin, der Objekttokens aufnimmt und zur Ausführung der Aktion führen kann, das Objekt aber nicht an die Aktion weitergibt.
Kontrolltoken (engl. control token) [UML]
Token}.
Kontrollwert (engl. control value) [SysML]
Ein Kontrollwert ist ein Aufzählungstyp, dessen Werte die Steuerung eines Kontrolloperators beschreiben.
Kopiebeziehung (engl. copy) [SysML]
Die Kopiebeziehung beschreibt, dass eine Anforderung die Kopie einer anderen Anforderung ist.
L
Lebenslinie (engl. lifeline) [UML]
Die Lebenslinie repräsentiert einen Kommunikationspartner in einer Interaktion. Sie beschreibt den Namen, den Typ sowie die Lebenszeit des Elements.
Lebensliniendekomposition (engl. part decomposition) [UML]
Die Lebensliniendekomposition beschreibt die internen Interaktionen einer Lebenslinie.
Leistungsanforderung (engl. performance requirement) [SYSMOD]
Die Leistungsanforderung fordert eine quantifizierbare Leistung des Systems, z.B. Reaktionszeiten.
Link (engl. link) [UML]
Der Link ist das Objekt einer Assoziation, also eine konkrete Beziehung zwischen zwei Objekten.
M
Measure of Effectiveness (MOE)) [SysML]
Die Measure of Effectiveness ist eine Metrik, die die Zufriedenheit des Kunden bezüglich technischer Eigenschaften eines Systems angibt.
Mengenverarbeitung (engl. expansion region) [UML]
Die Mengenverarbeitung ist ein Knoten in einer Aktivität, der eine Menge von Objekten aufnimmt, jedes Objekt einzeln verarbeitet und abschließend die Menge mit den bearbeiteten Objekten zurückgibt.
Modell (engl. model) [UML]
Das Modell beschreibt ein Systemfür einen bestimmten Zweck.
Model of Models (MoM) [Sonstiges]
Das Model of Models ist das Modell eines System of Systems (SoS). Es besteht aus eigenständigen Modellen, die jeweils ein System beschreiben.
Modellierungswerkzeug (engl. modeling tool) [Sonstiges]
Das Modellierungswerkzeug ist eine Softwareanwendung zum Erstellen und Verwalten von SysML- bzw. UML-Modellen.
Modellsicht (engl. view) [SysML]
Die Modellsicht ist eine Repräsentation des gesamten Systems, betrachtet von einem definierten Standpunktaus.
Multiplizität (engl. multiplicity) [UML]
Die Multiplizität ist ein Intervall positiver ganzer Zahlen, das beschreibt, wie viele Objekte ein Attributaufnehmen kann.
N
Nachbedingung (engl. postcondition) [UML]
Die Nachbedingung ist ein boolescher Ausdruck, der wahr ist, nachdem ein Verhalten ausgeführt wurde.
Nachricht (engl. message) [UML]
Die Nachricht ist eine Kommunikation zwischen zwei Lebenslinien. Sie kann synchron oder asynchron erfolgen und eine Operation aufrufen, ein Signal transportieren oder ein Objekt erzeugen.
Namensraum (engl. namespace) [UML]
Der Namensraum enthält Elemente, die eindeutig über ihren Namen identifizierbar sind. Beispiele für Namensräume sind Pakete und Systembausteine.
Notiz (engl. note) [UML]
Synonym: Kommentar.
Nulltoken (engl. null token) [UML]
Das Nulltoken ist ein spezielles Objekttoken, das den Wert null enthält.
O
Object Constraint Language (OCL) [UML]
Die Object Constraint Language (OCL) ist eine textuelle, formale Sprache zur Formulierung von Zusicherungen in UML-Modellen. Die Sprache untersützt u.a. Navigation in Objektmodellen, boolesche Algebra und Mengenoperationen.
Objekt (engl. object) [UML]
Synonym: Exemplar, Instanz, Instanzspezifikation.
Objektdiagramm (engl. object diagram) [UML]
Das Objektdiagramm zeigt Objekte und ihre Beziehungen. Es ist ein Diagramm der UML und nicht in SysML vorhanden.
Objektflusskante (engl. object flow) [UML]
Die Objektflusskante ist eine Aktivitätskante, über die nur Objekttokentraversieren.
Objektflussport (engl. flow port) [SysML]
Der Objektflussport beschreibt einen Interaktionspunkt eines Systembausteins mit seiner Umgebung, über den Objekte in oder aus dem Baustein fließen können.
Objektflussspezifikation (engl. flow specification) [SysML]
Die Objektflussspezifikation ist eine spezielle Schnittstelle, die die ein- und ausgehenden Daten eines Objektflussportsspezifiziert.
Objektflusszuteilung (engl. flow allocation) [SysML]
Die Objektflusszuteilung verbindet einen Informationsobjektfluss in einem Strukturdiagramm mit einer Objektflusskante in einem Aktivitätsdiagramm.
Objektidentität (engl. object identity) [UML]
Die Objektidentität ist eine Eigenschaft der Objekte einer Klasse, die sie eindeutig von anderen Objekten unabhängig von den Attributwerten unterscheidet.
Objektknoten (engl. object node) [UML]
Der Objektknoten ist der Überbegriff für Pins und Aktivitätsparameter.
Objekttoken (engl. object token) [UML]
Token.
OpaqueAction [UML]
Die OpaqueAction ist eine elementare, ausführbare Aktion, deren Implementierung in einer beliebigen Sprache, z.B. einer Programmiersprache, formuliert ist.
Operation (engl. operation) [UML]
Die Operation definiert eine Verhaltenseigenschaft der Klasse. Die Beschreibung besteht aus einer Sichtbarkeit, einem Namen, Parametern und einem Rückgabetyp.
Optionaler Parameter (engl. optional parameter) [SysML]
Der optionale Parameter beschreibt Parameter, die keinen Wert haben müssen, damit das zugehörige Verhalten ausgeführt werden kann.
P
Paket (engl. package) [UML]
Das Paket gruppiert Modellelemente und bildet einen Namensraum.
Paketdiagramm (engl. package diagram) [UML]
Das Paketdiagramm zeigt die Zusammenhänge von Paketen und wie Modellelemente auf Pakete verteilt sind.
Parameter (engl. parameter) [UML]
Der Parameter beschreibt Werte, die einem Verhaltenselement, beispielsweise einer Aktivität, übergeben bzw. von ihm zurückgegeben werden.
Parametermenge (engl. parameter set) [UML]
Die Parametermenge ist eine vollständige Menge von Ein- bzw. Ausgangsparametern eines Verhaltens, die exklusiv zu anderen Parametermengen des Verhaltens gewählt wird.
Partition (engl. partition) [UML]
Synonym: Aktivitätspartition, Swimlane.
Physikalische Anforderung (engl. physical requirement) [SYSMOD]
Die physikalische Anforderungfordert eine physikalische Eigenschaft vom System, z.B. Größe oder Gewicht.
Pin (engl. pin) [UML]
Der Pin ist das Bindeglied zwischen den Parametern einer Aktion und dem Objektfluss. Es wird zwischen Eingabepinund Ausgabepinunterschieden.
Port (engl. port) [UML]
Der Port beschreibt einen Interaktionspunkt zwischen einer Klasse(UML) oder einem Systembaustein(SysML) mit der Umgebung. Der Port gehört der Klasse bzw. dem Systembaustein.
Primitiver Datentyp (engl. primitive type) [UML]
Der primitive Datentyp beschreibt einen Datentyp, der keine Strukturen besitzt.
Problem (engl. problem) [SysML]
Das Problem dokumentiert einen (potenziellen) Fehler oder eine Schwachstelle im Modell oder im modellierten System.
Profil (engl. profile) [UML]
Das Profil ist eine Menge von Stereotypen, die auf ein Paket angewendet werden können.
Profilanwendung (engl. profile application) [UML]
Die Profilanwendung ordnet ein Profileinem Paketzu und ermöglicht somit die Anwendung der im Profil enthaltenen Stereotypenan den Modellelementen im Paket.
Prüfbeziehung (engl. verify) [SysML]
Die Prüfbeziehung verbindet einen Testfall oder ein anderes Modellelement mit der Anforderung, deren Umsetzung von dem Element geprüft wird.
Pseudozustand (engl. pseudo state) [UML]
Der Pseudozustand ist ein Steuerungselement, das den Ablauf eines Zustandsautomaten beeinflusst. Es ist kein echter Zustand, und es gibt somit keine Wertekombinationen, die der Pseudozustand repräsentiert.
R
Rahmenbedingung (engl. constraint requirement) [SYSMOD]
Die Rahmenbedingung stellt eine Bedingung, die das System nicht umsetzen, aber einhalten bzw. berücksichtigen muss, \zB natürliche Rahmenbedingunen wie die Schwerkraft.
Rate (engl. rate) [SysML]
Die Rate beschreibt die Frequenz, in der Elemente über eine Aktivitätskante traversieren bzw. in oder aus einem Parameter fließen. Synonym: Frequenz.
Realisierungsbeziehung (engl. realization) [UML]
Die Realisierungsbeziehung verbindet eine Implementierung mit einer Spezifikation. Die Implementierung ist verpflichtet, die Spezifikation zu realisieren.
Region (engl. region) [UML]
Die Region ist ein orthogonaler Bereich in einem Zustand oder Zustandsautomaten.
Repräsentationsbeziehung (engl. representation) [UML]
Die Repräsentationsbeziehung beschreibt, welches Modellelement von einer Informationdargestellt wird.
Risikomanagement (engl. risk management) [Sonstiges]
Das Risikomanagement bezeichnet das planvolle Umgehen mit Risiken. Potenzielle Risiken werden identifiziert, bewertet und Gegenmaßnahmen zur Prophylaxe und Schadensbegrenzung formuliert.
Rolle (engl. role) [UML]
Die Rolle beschreibt eine Struktur im Kontext einer Klasse.
S
Schnittstelle (engl. interface) [UML]
Die Schnittstelle spezifiziert Struktur und Verhalten. Sie enthält keine Implementierung, und es können keine Objekte nach ihrem Bauplan erstellt werden.
Schnittstellensystem (engl. boundary system) [SYSMOD]
Das Schnittstellensystem ist ein spezielles Fremdsystem, das einem Fremdsystem als Medium dient, um mit dem System zu interagieren.
Sekundärer Anwendungsfall (engl. secondary use case) [SYSMOD]
Der sekundäre Anwendungsfallist ein unvollständiges Anwendungsfallfragment. Es fehlt der fachliche Auslöser, ein Ergebnis oder der Akteur.
SendSignalAction [UML]
Die SendSignalAction ist eine elementare Aktion, die ein Signal sendet.
Sensor (engl. sensor) [SYSMOD]
Der Sensor ist ein spezielles Fremdsystem, das Informationen aus der Umgebung aufnimmt und an das System weitergibt.
Sequenzdiagramm (engl. sequence diagram) [UML]
Das Sequenzdiagramm zeigt eine Interaktion mit dem Fokus auf der zeitlichen Abfolge der Nachrichten.
SI - International System of Units [Sonstiges]
Das internationale Einheitensystem SI (französisch: Le Système international d'unités) ist das verbreiteste Einheitensystem für physikalische Einheiten. Es definiert die Basiseinheiten Meter, Kilogramm, Sekunde, Ampere, Kelvin, Mol und Candela.
Signal (engl. signal) [UML]
Das Signal beschreibt die Struktur eines Kommunikationsobjekts.
Signalereignis (engl. signal event) [UML]
Ereignis.
Spezialisierung (engl. specialisation) [UML]
Generalisierung.
Splitting [Aktivität] (engl. fork node) [UML]
Das Splitting ist ein Knoten in einer Aktivität, der einen Ablauf in mehrere nebenläufige Abläufe aufsplittet. Es gibt genau eine eingehende und beliebig viele ausgehende Kanten.
Splitting [Zustandsautomat] (engl. fork pseudo state) [UML]
Das Splitting ist ein Pseudozustand, der eine eingehende Transition in zwei oder mehrere Transitionen, die in orthogonale Regionenführen, aufsplittet.
Stakeholder [SYSMOD]
Der Stakeholder ist eine Person oder Institution, die ein Interesse an dem System hat und potenziell Anforderungen beiträgt.
Standardport (engl. standard port) [SysML]
Synonym: Port.
Standpunkt (engl. viewpoint) [SysML]
Der Standpunkt spezifiziert den Aufbau einer Modellsicht nach den Anliegen einer Menge von Stakeholdern.
Startknoten (engl. initial node) [UML]
Der Startknoten ist Ausgangspunkt für einen Ablauf, der bei Aufruf der Aktivitätgestartet wird.
Startzustand (engl. initial state) [UML]
Der Startzustand ist ein Pseudozustand mit einer ausgehenden Transition, die auf den initialen Zustandzeigt.
Statische Verzweigung (engl. junction pseudo state) [UML]
Die statische Verzweigung ist ein Pseudozustand, der Transitionen verbindet und sie zu einem Pfad zusammensetzt.
Stereotyp (engl. stereotype) [UML]
Das Stereotyp ergänzt ein bestehendes Modellelement um weitere Eigenschaften und Semantik. Das neu definiere Modellelement kann neben dem Namen auch eine neue Notation erhalten. Stereotypen werden in Profilenzusammengefasst.
Strukturdiagramm (engl. structure diagram) [UML]
Das Strukturdiagramm ist Oberbegriff für alle statischen Diagramme in SysML und UML.
Strukturzuteilung (engl. structural allocation) [SysML]
Die Strukturzuteilung ermöglicht die Trennung logischer von physikalischen Strukturen, indem sie zwischen beiden Ebenen eine Beziehung herstellt.
Subsystem (engl. subsystem) [SYSMOD]
Das Subsystem beschreibt eine abgeschlossene Einheit in einem großen System.
Swimlane [UML]
Synonym: Aktivitätspartition.
Synchrone Nachricht (engl. synchronous message) [UML]
Der Sender der Nachricht wartet, bis der Empfänger die Nachricht bearbeitet hat.
Synchronisation [Aktivität] (engl. join node) [UML]
Die Synchronisation ist ein Knoten in einer Aktivität, der mehrere nebenläufige Abläufe synchronisiert und zu einem Ablauf zusammenführt. Es gibt beliebig viele eingehende und genau eine ausgehende Kante.
Synchronisation [Zustandsautomat] (engl. join pseudo state) [UML]
Die Synchronisation ist ein Pseudozustand, der Transitionen aus orthogonalen Regionen zusammenführt.
SysMLSystems Modeling Language [SysML]
Die Systems Modeling Language (SysML) ist eine grafische Sprache zur Modellierung von Systemen in der Disziplin Systems Engineering
SysML-Werkzeug (engl. SysML tool) [Sonstiges]
Modellierungswerkzeug.
System (engl. system) [SYSMOD]
Ein System ist eine Ansammlung von Systembausteinen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen, das von den Einzelelementen nicht erreicht werden kann. Ein Baustein kann eine Software, Hardware, Person oder eine beliebige andere Einheit sein.
System of Systems (SoS) [Sonstiges]
Das System of Systems (SoS) ist ein System, dessen Bausteine wiederum eigenständige Systeme sein können.
Systemakteur (engl. system actor) [SYSMOD]
Synonym: Akteur.
Systemanwendungsfall (engl. system use case) [SYSMOD]
Ein Systemanwendungsfall hat immer mindestens einen Akteur, wird von genau einem fachlichen Auslöser gestartet und endet mit einem fachlichen Ergebnis. Der Ablauf zwischen Auslöser und Ergebnis ist zeitlich zusammenhängend, d.h., es ist keine fachliche Unterbrechung möglich (zeitliche Kohärenz).
Systembaustein (engl. block) [SysML]
Der Systembaustein beschreibt Teile einer Struktur eines Systems. Synonym: Baustein, Block.
Systemkontextdiagramm (engl. system context diagram) [SYSMOD]
Das Systemkontextdiagramm zeigt das System als Blackbox und seine Umgebung sowie die Informationen, die mit der Umgebung ausgetauscht werden.
Systemkontextelement (engl. system context element) [SYSMOD]
Das Systemkontextelement ist eine virtuelle Hülle, die das gesamte System und die Akteureenthält.
Systemport (engl. system port) [SYSMOD]
Der Systemport ist ein Port am System.
Systemprozess (engl. system process) [SYSMOD]
Der Systemprozess beschreibt einen anwendungsfallübergreifenden Ablauf. Er besteht aus einer Menge von Anwendungsfällen, die eine sachlogische Ablauffolge haben.
Systems Engineering (engl. systems engineering [Sonstiges]
Das Systems Engineering konzentriert sich auf die Definition und Dokumentation der Systemanforderungen in der frühen Entwicklungsphase, die Erarbeitung eines Systemdesigns und die Überprüfung des Systems auf Einhaltung der gestellten Anforderungen unter Berücksichtigung des Gesamtproblems: Betrieb, Zeit, Test, Erstellung, Kosten und Planung, Training und Support und Entsorgung.
Szenario (engl. scenario [Sonstiges]
Das Szenario ist ein konkreter Ablauf, beispielsweise eine mögliche Ausprägung eines Anwendungsfalls.
T
Technische Anforderung (engl. technical requirement) [SYSMOD]
Die technische Anforderung beschreibt eine Anforderung, die auf einem Lösungsansatz basiert.
Terminierung (engl. terminate) [UML]
Die Terminierung ist ein Pseudozustand, der beschreibt, dass der zugehörige Zustandsautomat bzw. das zugehörige Kontextobjektbeendet worden ist.
Testfall (engl. test case) [SysML]
Der Testfall ist ein Ablauf, der überprüft, ob das System eine Anforderung erfüllt.
Token (engl. token) [UML]
Das Token ist ein virtuelles Element, das in einer Aktivität beschreibt, an welcher Position sich der Ablauf befindet. Kontrolltoken markieren nur den Ablauf, während Objekttoken zusätzlich markieren, dass sich an der Position ein definiertes Objektbefindet.
Tokenfluss (engl. token flow) [UML]
Der Tokenfluss beschreibt den Ablauf einer Aktivität mit Kontroll- und Objekttoken (Token).
Transition (engl. transition) [UML]
Die Transition spezifiziert einen Zustandsübergang. Sie ist eine gerichtete Beziehung zwischen zwei Zuständen und definiert Auslöser und eine Bedingung, die zum Zustandsübergang führen, sowie ein Verhalten, das während des Übergangs ausgeführt wird.
Typ (engl. type) [UML]
Der Typ definiert einen Wertebereich, z.B. einen primitiver Datentyp oder einen Systembaustein.
U
Unified Modeling Language (UML)
Die Unified Modeling Language (UML) ist eine grafische Modellierungssprache zur Beschreibung von Software und anderen Systemen.
UML-Werkzeug (engl. UML tool) [Sonstiges]
Modellierungswerkzeug.
Umgebungseinfluss (engl. environmental effect) [SYSMOD]
Der Umgebungseinfluss ist ein Faktor aus der Umgebung, der das System beeinflusst, ohne unmittelbar mit ihm zu kommunizieren.
Unterbrechbarer Aktivitätsbereich (engl. interruptible activity region) [UML]
Der unterbrechbare Aktivitätsbereich kennzeichnet eine Region innerhalb der Aktivität, die durch einen Tokenfluss über spezielle Unterbrechungskanten abgebrochen werden kann.
V
Variantenanforderung (engl. variant requirement) [SYSMOD]
Die Variantenanforderung bezieht sich ausschließlich auf eine oder mehrere Varianten.
Variante (engl. variant) [SYSMOD]
Die Variante ist ein Paket, dass alle Elemente einer Variationsmöglichkeit enthält.
Variation (engl. variation) [SYSMOD]
Die Variation ist ein Paket, dass mehrere Variantenpakete enthält. Es repräsentiert einen Variationsaspekt.
Variationspunkt (engl. variation point) [SYSMOD]
Der Variationspunkt ist ein Modellelement für das es mehrere Varianten gibt.
Verbindungsport (engl. junction port) [SYSMOD]
Der Verbindungsport steht stellvertretend für einen oder mehrere Ports innerer Systembausteine. Er existiert nur auf der Modellebene und dient dort der besseren Visualisierung verschachtelter Strukturen.
Vererbung (engl. inheritance) [UML]
Generalisierung.
Verfeinerungsbeziehung (engl. refine) [UML]
Die Verfeinerungsbeziehung beschreibt, dass ein Modellelement die Eigenschaften einer Anforderung detaillierter beschreibt.
Verfolgungsbeziehung (engl. trace) [UML]
Die Verfolgungsbeziehung ist eine Beziehung zwischen beliebigen Modellelementen und beschreibt einen allgemeinen Zusammenhang.
Verhaltensdiagramm (engl. behavior diagram) [UML]
Das Verhaltensdiagramm ist Oberbegriff für alle Diagramme in SysML und UML, die dynamische Aspekte beschreiben.
Verteilungsdiagramm (engl. deployment diagram) [UML]
Das Verteilungsdiagramm zeigt die Hardwarestruktur und die Verteilung der Software. Das Diagramm ist nicht Bestandteil von SysML.
Verzweigung (engl. junction pseudo state) [UML]
Synonym: Statische Verzweigung.
Vorbedingung (engl. precondition) [UML]
Die Vorbedingung ist ein boolescher Ausdruck, der zu wahr ausgewertet werden muss, bevor ein damit verbundenes Verhalten ausgeführt werden kann.
Vorschriftsanforderung (engl. legal requirement) [SYSMOD]
Die Vorschriftsanforderung fordert die Einhaltung einer Vorschrift, z.B. ein Gesetz oder ein Standard.
W
Wahrscheinlichkeit (engl. probability) [SysML]
Die Wahrscheinlichkeit beschreibt in einer Aktivität an ausgehenden Kanten einer Entscheidung oder eines Objektknotens die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kante von einem Tokenbenutzt wird.
Wartbarkeitsanforderung (engl. supportability requirement) [SYSMOD]
Die Wartbarkeitsanforderung fordert eine Eigenschaft zur Wartbarkeit des Systems, z.B. Selbsttests.
Werkzeug (engl. tool) [Sonstiges]
Das Werkzeug ist eine Softwareanwendung, die zur Unterstützung des Entwicklungsprozesses eingesetzt wird, z.B. ein Modellierungswerkzeug.
Wertetyp (engl. value type) [SysML]
Der Wertetyp definiert Werte, die keine Identität besitzen, nicht von einem Systembausteinreferenziert werden und eine Einheit oder Dimension haben können.
Werteverteilung (engl. distribution definition) [SysML]
Die Werteverteilung beschreibt die wahrscheinliche Verteilung von Werten über einen definierten Wertebereich.
X
XML Metadata Interchange (XMI) [UML]
Das XML Metadata Interchange (XMI) ist ein in XML formuliertes Datenaustauschformat für Modelle.
Z
Zeitereignis (engl. time event) [UML]
Ereignis.
Zerstörungsereignis (engl. destruction event) [UML]
Das Zerstörungsereignis gibt in einer Interaktion den Zeitpunkt an, an dem das zu einer Lebenslinie gehörende Objekt zerstört wird.
Ziel (engl. objective) [SYSMOD]
Das Ziel bezeichnet einen angestrebten Zustand in der Zukunft, der durch das Systemerreicht werden soll.
Zusammenführung (engl. merge node) [UML]
Die Zusammenführung ist ein Knoten in einer Aktivität, an dem mehrere Abläufe zu einem Ablauf zusammengeführt werden. Es gibt beliebig viele eingehende Kanten und genau eine ausgehende Kante.
Zusammengesetzter Zustand (engl. composite state) [UML]
Der zusammengesetzte Zustand besitzt mindestens eine Region.
Zusicherung (engl. constraint) [UML]
Die Zusicherung ist eine Bedingung, die stets erfüllt sein muss und die Semantik von Modellelementen einschränkt.
Zusicherungsbaustein (engl. constraint block) [SysML]
Der Zusicherungsbaustein beschreibt Zusicherungen auf Systemstrukturen und die hierfür notwendigen Parameter.
Zusicherungsdiagramm (engl. parametric diagram) [SysML]
Das Zusicherungsdiagramm zeigt ein Netzwerk von Zusicherungen zur Modellierung von Leistungs- und Zuverlässigkeitsmodellen.
Zusicherungskontextelement (engl. parametric context element) [SYSMOD]
Das Zusicherungskontextelement ist eine virtuelle Hülle, die Zusicherungen und notwendige Systembausteine enthält.
Zustand (engl. state) [UML]
Der Zustand repräsentiert eine Menge von Wertekombinationen des zugehörigen Elements. Er hat einen Namen und gegebenenfalls internes Verhalten, das aufgrund definierter Ereignisse ausgeführt wird.
Zustandsautomat (engl. state machine) [UML]
Der Zustandsautomat beschreibt die möglichen Zustände und Zustandsübergänge einer Struktur.
Zustandsdiagramm (engl. state machine diagram) [UML]
Das Zustandsdiagramm visualisiert einen Zustandsautomaten.
Zustandsinvariante (engl. state invariant) [UML]
Die Zustandsinvariante ist eine Zusicherung, die sich auf eine Lebenslinie bezieht und zur Laufzeit des Systems erfüllt sein muss.
Zustandsübergang (engl. transition) [UML]
Transition.
Zustandsverhalten (engl. do behavior) [UML]
Das Zustandsverhalten ist ein optionales Verhalten, das ausgeführt wird, wenn der Zustandaktiv ist.
Zuteilung (engl. allocation) [SysML]
Die Zuteilung ist eine abstrakte Beziehung zwischen Elementen unterschiedlichen Typs oder auf unterschiedlichen Ebenen und ordnet ein Zielelement einem oder mehreren Quellelementen zu.
Zuteilungspartition (engl. allocate activity partition) [SysML]
Die Zuteilungspartition ist eine spezielle Aktivitätspartition, die jede Aktion innerhalb der Partition der Struktur zuteilt, die die Partition repräsentiert.
Zuverlässigkeitsanforderung (engl. reliability requirement) [SYSMOD]
Die Zuverlässigkeitsanforderung stellt Forderungen zur Zuverlässigkeit des Systems, z.B. Ausfallsicherheit.